Die HOREX Chronik
Das Motorrad – made in Landsberg am Lech
In einer kleinen Maschinenfabrik in der historischen Innenstadt von Landsberg am Lech erfindet Alois Wolfmüller mit einigen Freunden das Serienmotorrad und lässt sich auch das Wort Motorrad patentieren. Insgesamt werden 120 Hildebrand und Wolfmüller gebaut.
Erste Schritte mit 1 PS
Kleemann, seit 1918 erfolgreicher Fabrikant von Konservengläsern, übernimmt die Aktienmehrheit an der Columbus Motorenbau GmbH in Oberursel (Taunus). Dort wird zu diesem Zeitpunkt bereits der 1-PS-Hilfsmotor Gnom hergestellt.
Die HOREX-Geschichte beginnt
Fritz Kleemann gründet 22jährig die HOREX Fahrzeugbau AG und verwendet bereits das prägnante Firmenlogo. Den Namen bildet er aus seiner Heimatstadt Bad Homburg und der elterlichen Rex-Konservenfabrik.
Fusion mit Columbus
Um finanzielle Probleme in beiden Unternehmen zu lösen, schließen sich Columbus und HOREX zusammen. Die neue Firma trägt den Namen HOREX-Columbus. Ab 1927 beginnt die Schaffenszeit des großen HOREX-Konstrukteurs Hermann Reeb.
Reebs wegweisende Konstruktion
Hermann Reeb konstruiert für HOREX im Laufe der Jahre mehrere Motoren, die ihrer Zeit voraus sind. 1932 baut er einen langhubigen Parallel-Zweizylinder mit dreifach gelagerter obenliegender Nockenwelle.
Erfolgsgeschichte SB 35
Als technische Meisterleistung jener Zeit baut HOREX den SB 35 (Sportblock 35). Das Triebwerk wird bis Kriegsbeginn erfolgreich verkauft.
Die legendäre Regina
Erstmals erhält ein Motorrad einen Frauennamen. Wegweisendes Design, herausragendes Finish in Chrom und Speziallackierungen machen das Modell zum Verkaufsschlager. Insgesamt werden rund 83.000 Maschinen gebaut.
Friedel Schön sammelt Siege und Titel
Nicht zuletzt dank der Erfolge im Rennsport etabliert sich HOREX über die Jahre als namhafter Hersteller. 1952 wird Friedel Schön als Werksfahrer eingestellt.
Die Imperator geht in Serie
Auf der IFMA 1952 wird der Prototyp der Imperator vorgestellt. Nach den Erfolgen im Rennsport geht sie 1954 mit zunächst 392ccm und 26 PS in Serie.
Das Ende der Produktion
Von 1954 an stürzen die Absatzzahlen. HOREX muss erkennen, dass das Automobil immer populärer wird. 1956 gibt man den Motorradbau auf.
Friedel Münch betritt die Bühne
Friedel Münch, der begnadete Ingenieur und Sohn eines HOREX-Händlers, bekommt nach der Abwicklung per Handschlag die Rechte am HOREX-Logo.
Wechselnde Eigentümer
Von 1980 an werden immer wieder Motorräder unter dem traditionsreichen Namen verkauft, diese haben aber mit der ursprünglichen Technik nichts zu tun.
200.000 beim Werner-Rennen
Als fast nur noch Nostalgiker von HOREX sprechen, bringt ein Comic den Namen wieder in aller Munde: Werner, eine von Rötger Feldmann erdachte Kunstfigur.
Erster VR6-Versuch
2009 kauft Clemens Neese zusammen mit Partnern die Marke HOREX und geht 2010 mit einem spektakulären Plan an die Öffentlichkeit: den ersten VR6 in einem Zweirad.
HOREX bekommt ein Museum
Die Stadt Bad Homburg entscheidet sich 2010 für den Bau eines eigenen Museums. Im September 2012 wird der 1,6 Millionen Euro teure Bau feierlich eröffnet.
Rettung durch 3C-Carbon
Für die 3C-Carbon Group AG ist das Thema Motorrad nicht neu. In rekordverdächtigen sechs Monaten entsteht die Silver Edition - der Beginn der Wiederauferstehung.
Glanzvoller Auftritt in Landsberg
Am 29. Januar 2016 schließt sich ein großer Kreis: Genau 122 Jahre nachdem Wolfmüller das erste Serienmotorrad konstruierte, präsentiert HOREX wieder ein Zweirad aus Landsberg.
Serienfertigung startet
In Landsberg am Lech startet die Serienfertigung der neuen HOREX VR6-Modelle. Die Auslieferung der Motorräder an die ersten Kunden beginnt.